Bericht vom Netzwerktreffen am 01.06.2019 in Freiburg

 

Am 1. Juni fand wieder ein Treffen der Netzwerkgruppe zur Erforschung der persönlichen Innenwelten statt. Diesmal waren wir nur eine kleine Gruppe von fünf Frauen und zwei Männern, die sich ab 10:00 in den schönen Räumen von E+F Beziehung leben in der Talstraße 29 in Freiburg traf. In Fortführung der Arbeit mit den fünf Kommunikations- kanälen vom letzten Treffen wurde diesmal der Fokus auf den Energiekanal gelegt.

 

Nach freier Bewegung zu Musik und Ankommen im Raum wurden wir zur achtsamen Körperwahrnehmung und zum Ankommen in uns angeleitet.

 

Zur Hinführung auf die Wahrnehmungsebene des Energiekanals hatte das Vorbereitungs- und Leitungsteam drei Musikstücke ausgesucht, zu denen wir uns bewegten. Die begleitete Übung endete für mich mit dem inneren Sehen von Farben und dem Spüren eines Feldes, wie ich es auch vom Qigong her kenne.

 

In der folgenden Austauschrunde wurde dazu eingeladen Erlebtes mitzuteilen und über die Wahrnehmungskanäle zu beobachten wie der Sprechende das Erzählte zum Ausdruck bringt. Aufgrund der kleinen Gruppengröße sowie unserer Vertrautheit und Zugewandtheit wurden schon in dieser ersten Runde intensive Prozesse angestoßen. Diese konnten sich mit Beistand und gegenseitiger Achtsamkeit wie selbstverständlich ausdrücken und den Austausch komplettieren.

 

Die nächste Übung fand paarweise als Beobachtender und als Agierender statt. Der Beobachtende folgte dem sich in der Raummitte zur Musik Bewegenden mit einer unterstützenden inneren Haltung. Danach tauschten wir in der Zweiergruppe das Erlebte aus. Die Übung wurde dann mit vertauschten Rollen wiederholt. Ich konnte das Thema „ in der eigenen Energie sein“ vertiefen.

 

Nach der Mittagspause waren wir krankheitsbedingt nur noch zu sechst und es wurden zwei Dreiergruppen für das Gleich zu Gleich mit Beobachter gebildet. Dieses Mal konnte ich eine sehr stattliche und kraftvolle neue innere Person von mir kennenlernen. Das war eindrücklich und wurde vom Begleiter sowie vom Beobachter gut unterstützt.

 

Nach dem Rollenwechsel machte ich die Erfahrung, dass die Aufgabe des Begleiters sehr anspruchsvoll ist und viel geübt werden muss. Als Begleiter ist es bei dieser Arbeit notwendig, die Qualitäten der sichtbar gewordenen inneren Person wertzuschätzen und in sich vergleichbare Qualitäten zu finden und zu aktivieren. So gibt der Begleiter der inneren Person des Gegenübers ein Ja und verstärkt deren Qualitäten. Dadurch kann weitere Entwicklung geschehen.

 

Ich konnte die Erfahrung machen, wie schwer es ist nicht zu werten und sich auf gleiche Qualitäten der inneren Person des Gegenübers einzuschwingen.

 

Nach einer Abschlussrunde endete unser Treffen gegen 18:00. Der Tag war für mich reich an Erfahrungen und ich habe Impulse zur eigenen Energiewahrnehmung sowie die Erfahrung einer neuen inneren Person mitgenommen.

 

Nochmals vielen Dank an das Vorbereitungs- und Leitungsteam.

 

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Bericht vom Netzwerktreffen am 16. März 2019 in Freiburg

 

Am 16.3.2019 fand unser erstes Netzwerktreffen in diesem Jahr statt, in den schönen Räumen der Einrichtung "E+F Beziehung leben" in der Talstraße in Freiburg. Zuerst sind wir im Raum angekommen, haben uns bewegt und ein Bild oder Wort dafür gesucht, wie wir uns gerade fühlen.

 

In der Ankomm-Runde konnte dann jede und jeder kurz berichten, wie sie oder er denn da war und ob es eine Innere Person gibt, um die es gerade geht. Ich habe mich gefreut, dass wieder jemand Neues in der Gruppe ist. Es erhöht einfach die Vielfalt und damit die Möglichkeit, dass sich unsere Inneren Personen im Kontakt gesehen fühlen.

 

Das Thema an diesem Tag waren die fünf Sprachen der Psyche, über die sich die Inneren Personen gleichzeitig ausdrücken - Körper, Gefühle, innere Bilder, Sprache und Energie - und Übungen, um unsere Wahrnehmung dieser Kanäle zu schärfen.

 

Dazu haben wir uns zunächst in einem Brainstorming diesen verschiedenen Ebenen genähert und Beispiele gesammelt. Weiter ging es mit drei Musikstücken und dem präzisen Spüren eines selbstgewählten Kommunikationskanals. Ich habe darauf geachtet, welche Gefühle die Musik in mir auslöst. Anscheinend kann es auch feine Unterschiede geben, auch wenn zwei Musikstücke recht ähnlich sind! Gleichzeitig stellten wir fest, dass oft Eindrücke auf mehreren Ebenen zusammen spielen, wie z.B. innere Bilder zusammen mit Gefühlen.

 

Als nächste Übung haben wir uns in Paaren gefunden. Jeder hatte einmal die Beobachterrolle inne und der oder die andere konnte "machen, was sie will". Schließlich haben wir unsere Wahrnehmung zu den verschiedenen Ebenen mitgeteilt und die Rollen getauscht. Unsere Erkenntnisse haben wir dann noch in der großen Runde geteilt.

 

Nach der Mittagspause gab es eine Überraschung. Wir wurden in einen anderen Raum geführt. Ah, eine Filmvorführung, was gibt das? Passend zum Thema haben wir uns eine kurze Filmszene mit einem Paardialog angeschaut - ohne Ton! - und uns schließlich über unsere Eindrücke auf den verschiedenen Ebenen Körper, Gefühl, innere Bilder und Energie geteilt. Erstaunlich, wie nahe einige Teilnehmer schließlich den Inhalten der Sprache kamen, wie wir dann beim zweiten Sehen mit Ton feststellten. Das gleiche schließlich noch für eine zweite Szene. Diese für mich neue Übung hat mir Spaß gemacht und auch wieder gezeigt, dass wir oft ganz andere verschiedene Wahrnehmungen haben, die schließlich auch zu anderen Interpretationen führen können.

 

Als letzte Übung haben wir uns in 3-er-Gruppen aufgeteilt und sind ins Gleich-zu-Gleich gegangen, jeweils mit den Rollen Klient, Begleiter und Beobachter. Für mich ist das die intensivste Form des Übens, in der der Kontakt zwischen den Teilnehmern im Vordergrund steht. Als Begleiter habe ich dieses Mal gelernt, dass es auch gut und okay ist, nicht viel wahrzunehmen und das dann im Kontakt zu benennen.

 

Mit der Abschlussrunde haben wir schließlich diesen schönen Tag abgerundet. Für mich sind diese Treffen immer eine wunderbare Gelegenheit, um mit Seiten in mir in Verbindung zu treten, die in meinem Alltag nicht direkt angesprochen werden. Vielen Dank noch einmal an die Organisatoren!

 

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Bericht vom Netzwerktreffen am 8. Dezember 2018 in Freiburg

 

Am 8. Dezember 2018 habe ich erstmalig an einem Quartalstreffen der Freiburger Netzwerkgruppe Du bist viele! teilgenommen. Der warmherzige Empfang und das achtsame Ankommen, das reflektierte Selbst-Bewusstsein und die Offenheit der Teilnehmenden haben mir erlaubt, mich schnell willkommen und wohl zu fühlen, im Vertrauen zu sein und mich persönlich zu zeigen. In einer ausführlichen Einstiegsrunde gab es zunächst einen offenen Raum zum Erzählen: an welchem inneren Ort halte ich mich gerade auf, mit welchen Inneren Personen bin ich vermehrt im Gespräch? welche Fragen bewegen mich zurzeit? worauf bin ich neugierig? Nach einer kurzen Einführung in das Fokusthema „Werte und Urteile“ betrachteten wir jeweils für einen kurzen Augenblick ein ausgewähltes Foto und verliehen unserem spontanen ersten Impuls Ausdruck. Welch belebende Erfahrung, die (zum Teil unbewussten) Bewertungen und Urteile, die wir sonst gerne stillschweigend für uns behalten oder in edler Anmaßung vor uns selbst bagatellisieren, ungefiltert auszusprechen und sie dann zu mir zurück zu nehmen, als Spiegel dessen, was mir Orientierung und Sinn gibt im Leben, aber auch als Botschaft, die mich auf verletzte Werte oder Entwicklungspotentiale hinweist.

 

Nach der Mittagspause ging es weiter mit einem belebenden Tanz durch die musikalische Welt der fünf Kontinente (Frau, Mann, Kind, Tier, Gott), begleitet von der Einladung, mich tanzen zu lassen von der Musik und den Inneren Personen, die sich spontan dazu bewegen, für sich alleine oder im Kontakt mit anderen. In den anschließenden Gleich-zu-Gleich-Sequenzen konnte ich das Herzstück der Individualsystemik hautnah, ja im Spüren und Erleben, näher kennenlernen und meine Intuition verfeinern für das weitere Eintauchen in die eigene Innenwelt. Die Individualsystemik vereint für mich eine Tiefgründigkeit, nach der ich mich immer schon sehne, mit einer spielerischen Kreativität und Lebendigkeit, die dann möglich wird, wenn es nicht mehr um ein zu lösendes Problem oder Thema geht, sondern um mich als Person: in meiner widersprüchlichen Vielfalt, in der es letztlich immer um Liebe geht. 

 

Ein herzliches Dankeschön an Susann, Herbert und Luca für die liebevolle, anregende Gestaltung und das aufmerksame Halten des Raumes. Und danke auch allen Teilnehmenden für eure Offenheit und Achtung im Miteinander.

 

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Kurzbericht vom Netzwerktreffen am 22.09.18 in Sexau

 

Das Netzwerktreffen fand in kleiner Runde bei Susann und Herbert in Sexau statt.

 

Da es einen neuen Teilnehmer in der Gruppe gibt starteten wir mit einer Vorstellungsrunde zum Thema: Wie bin ich auf die „Innere Personenarbeit“ gekommen und was ist mein aktuelles Thema in der IP-Arbeit.

 

Danach ging es mit verschiedenen Musikstücken weiter: Bettina, Herbert und Susann hatten verschiedene Musikstücke ausgewählt, zu denen wir uns im Raum bewegten und tanzten. Wir tauschten uns darüber aus, welche inneren Personen jeweils durch die Musik angesprochen sind.

 

Anschließend gab es eine Blitzlichtrunde zu unserer aktuellen Befindlichkeit. Die Zuhörenden waren aufgefordert, sich zu ihren inneren Bewertungen jeweils Stichpunkte zu machen. Diese Übung half uns dabei, sich der eigenen Werte bewusst zu werden.

 

Am Nachmittag ging es weiter mit der „Gleich zu Gleich“ Übung. Wir bildeten Dreiergruppen mit den Rollen KlientIn, BegleiterIn und BeobachterIn. Im Dialog ging es jeweils um die Innere Person, die bei der Klientin/dem Klienten gerade im Fokus ist. So konnte jeweils eine Person ihre IP besser erleben und kennenlernen und sich so selbst besser verstehen.

 

Am Ende des Seminartages gab es noch eine kleine Austauschrunde. Der Tag wurde von allen als erkenntnisreich und intensiv erlebt. Die Zeit war mal wieder sehr schnell vergangen ....

 

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Erfahrungsbericht vom Netzwerktreffen am 30.06.2018 in Freiburg

 

Am Morgen sind wir mit Musik, Tanz und Giselas angeleiteter Bewegung in den Tag gestartet. In der anschließenden Runde hat jede und jeder kurz von sich berichtet, was gerade so dran und los ist und welche IP/IPs gerade im Vordergrund ist/sind.

 

Im Anschluss gab es Dreiergruppen mit den Rollen Klient, Beobachter und Begleiter. Die Klienten und Begleiter haben jeweils im gegenseitigen Dialog geschaut, welche IP zu diesem Zeitpunkt da ist und was sie von sich zeigen möchte. Die Beobachter haben sich eingefühlt sowie kommentiert, wenn sie es für angebracht hielten. Alle Beteiligten haben am Ende dieser Übung ein Bild zu dem, was sie jeweils als wesentlich wahrgenommen haben, gemalt und sind in den Kleingruppen in den Austausch gegangen. Am Ende des Vormittags wurde die Essenz aus den Kleingruppen in die gesamte Gruppe eingebracht.

 

Am Nachmittag starteten wir mit Musik und Tanz, jeweils ein Musikstück hatten die TeilnehmerInnen im Vorfeld ausgesucht, das zu der IP passt, die gerade im Vordergrund steht. Nach dem „musikalischen Potpourri“ begann die „Gleich zu Gleich“-Übung. Die IP einer Teilnehmerin stand im Mittelpunkt. Alle Anwesenden konnten in Kontakt und Austausch mit der IP gehen, das heißt wir aktivierten unsere 5 Kommunikationskanäle und lernten die IP so näher kennen. Nach der Übung gab es einen Austausch der gesamten Gruppe über Gesehenes und Gefühltes. Die „Mittelpunkt-Teilnehmerin“ freute sich, dass sie durch die Übung ihre IP klarer kennengelernt hatte.

 

In der Abschlussrunde formulierten wir Feedback zum Tag und aktuelles „inneres Wetter“.

 

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Kleiner Rückblick auf unser Netzwerktreffen am 3. Februar 2018 in Freiburg

 

Als Thema des Treffens hatten Barbara, Susann und Gisela die direkte Erfahrung mit den Kommunikationskanälen gewählt, mit denen unsere Inneren Personen in Kontakt gehen. Nach einer einführenden Tanzsession und einer Gruppenrunde zum Ankommen konnten die Teilnehmer in zwei kurzen Szenen über eine alltägliche Situation beobachten, wie man über die Methode des Gleich-zu-Gleich dem anderen auf seine Art zu sein antworten kann. Dabei wurde deutlich, wie viel wir von den vorderen Personen eines Menschen wahrnehmen können, wenn wir die verschiedenen Kanäle des Ausdrucks in den Blick nehmen. Die anschließende lebhafte Reflexion darüber hat vieles bestätigt und verdeutlicht.

Diese Erfahrung konnten die Teilnehmer dann in zwei Kleingruppen in einer Dialogarbeit vertiefen und auf die jeweilige Innere Person, die im Fokus stand, übertragen. Dabei lernt nicht nur der Betreffende etwas über seine Innere Person, auch die Begleiter und Beobachter konnten ihre Fähigkeiten der Einfühlung verstärken. Die gemalten Bilder über die eigene Wahrnehmung des anderen aus dem Moment heraus wurden dem „Klienten“ als Anregung und Erinnerung mitgegeben.

 

 

Der Nachmittag stand im Zeichen einer Person im Fokus, die in der ganzen Gruppe mit der Begleitung einer anderen Person ihre Kommunikationskanäle Energie, Körper, Sprache, Gefühl und Symbol erfahren konnte, um schließlich von ihrer mitgebrachten Musik in ihrer Bewegung noch unterstützt zu werden. Die ganze Gruppe war eingeladen, ihr darauf im Gleich-zu-Gleich zu antworten. Zur Einfühlung tanzten wir anfangs zur Musik aller Inneren Personen, die jede/r für den Tag ausgewählt hatte, was eine sehr schöne Einstimmung war. Diese anschaulichen und z.T. herausfordernden Übungen wollen wir beim nächsten Treffen am 30.06. fortsetzen.

 

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